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Naxos Insel

Die Wichtigkeit von Naxos ist in der langen Geschichte nicht nur fundamental, sondern auch gestalterisch, sowohl für die Kykladen, als auch für ganzes Griechenland. Sie war immer aus vielen Gründen berühmt: der großen Quantität des exportierten Marmors, ihrem Schmirgel, ihren vielen Quellen, ihren reichen Gärten, der Schönheit ihrer Täler, den Olivengärten, den Orangenbäumen, den Zitronenbäumen, ihren Zitronatzitronen, den Weinreben und dem berühmten Wein, der Viehzucht und ihren Käsen, aber auch dem Salz!

Außerdem blieb sie wegen der Isolation, die ihr das Meer bietet, originell, auergewöhnlich, unterschiedlich, autonom. Pindar nennt Naxos satt und Herodot sichert, dass Naxos die glücklichste aller Insel war. Archilochos von Paros vergleicht Naxos Wein mit dem Nektar, den die Götter tranken.

Der Gott, der sich schlechthin mit Naxos verbindet, its Dionysos, der die wohltuende Mächte der Natur verkörperte. Er war auf Naxos geboren und gewachsen und dort hat er Ariadne verheiratet, nachdem sie Theseus verlassen hat. Ihre Ehe mit dem Gott und auch ihr Tod, der auf ihre Auferstehung deute, wurden auf der Insel sehr gefeiert, weil sie mit der Reifung und der Auferstehung der Natur im Zusammenhang stand.

Naxos ist ab 4er Jahrtausend v.C. bis heute ununterbrochen bewohnt. Die Studie der Ortsnamen bestätigt, dass Naxos im Gegensatz zu den anderen Inseln des Ägäischen Meers immer Bewohner hatte und dass in allen Gebieten der Insel, an der Küstenzone, auf die Bergen und in den Talen, die selben Menschen seit der Antike leben, die sich natürlich neu organisieren, indem sie die Kraft haben, die Fremden zu assimilieren, die sich von Zeit zu Zeit, friedlich oder mit der Macht der Waffen, auf der Insel niedergelassen waren. Es gab also immer auf der Insel eine Organisation in enger Beziehung mit den Bedingungen der Produktion und Reproduktion des Lebens.

Es ist Wert einige Ortsnamen zu nennen, die keine Zweifel für die Geschichte mancher Siedlungen oder für die Verehrung von Helden oder Götter lassen, die heute nicht existieren könnten, wenn die Insel einmal entvölkert würde, wenn ihre Bewohner weg wären und neue Bewohner ihrer Platz nähmen.

Der höchste Gipfel auf Naxos heißt „Miti tu Sa“ – Die Nase von Zeus-, das heißt, dass er die Name der Vater aller Götter und Menschen hat, und vielleicht hatte er die selbe Name auch in der Antike, weil damals dort Zeus verehrt wurde. Das lässt sich auch von dem Inschrift auf unverarbeitetem Marmor sehen, der sich auf dem Weg nach dem Gipfel befindet. Der Inschrift heißt „Sefs Milosios“, der Beschützer der Schaffen, und definiert die Grenzen des dem großen Gott gewidmeten Heiligtums.

Am Nord-Östlichen Teil der Insel heißt ein Ankerplatz Apollon und es ist möglich, dass er so auch in der Antike nannte, weil ein Inschrift auch dort gefunden wurde, der die Grenzen des dem Gott des Lichtes gewidmeten Heiligtums definiert. Apollon war eng mit Naxos verbunden und wurde als Ziegenbock, Florist oder Hirt verehrt.

Am Sud-Östlichen Teil der Insel liegt Panermos, ein Hafen, der mit dem selben Artikel und mit sehr ähnlicher Name, Panormos, auf einem antikem Inschrift erwähnt wird. Küstengebiete heißen Orkos und der Sand von Orkos (tu Orku i Ammos), weil sie in der Antike als „olki“ genutzt wurden, das heißt als Orte fur den Stapellauf der Schiffe. Das Dorf Melanes wird auf einem antikem Inschrift als Melan erwähnt und die Dörfer Chalki und Kerami sollen in der Antike Werkstätte für die Verarbeitung von Kupfer und Ton sein. Arsos in Aperathu ist ein kleiner Wald, ein Heiligtum in der Wald, kleineren Göttern oder Nymphen gewidmet. Auch in Aperathu Demos ist eine Name, die zeigt, dass es in der Antike eine nennenswerte Siedlung gab, und Afikli zeigt den heiligen Raum dem Helden Ifikleus gewidmet, dessen Mutter auch Herkules geboren hatte. Endlich steht das Dorf Skado mit „ischades“ in Beziehung, das heißt mit den Feigen, die in der Antike sehr beliebt waren.

Die ersten Bewohner Naxos sollen die Thrakern sein. Der erste Bewohner war Vutis der Sohn von Voreus, der Frauen für seine Kenraden finden wollte. Er war nach Thessalien gereist, wo er die Bakchen gejagt hatte und unter anderen Koronida und Ifimedea gestohlen und ihnen auf Naxos gebracht hatte. Nach der Tradition haben die Thraker mehr als zwei hundert Jahren auf der Insel geherrscht. Sie wurden von den Karern nachgefolgt. Sie kamen aus den Kleinasien an und sie hatten Naxos als Leiter, der seine Name der Insel auferlegt hatte.

Auf Naxos wurde die Plastik und vielleicht auch die Architektur geboren. In den Mundarten der Isel überleben und werden Elementen aus der Zeit von Homer genutzt.

Die byzantinischen Zeiten auf Naxos enden nicht mit der Eroberung Konstantinoples im 1204 von der Armee des Vierten Kreuzungs, von der Eroberung der Kykladen im 1207 vom Venezianen Marco Sanudo und die Gründung der lateinischen Herrschaft mit Naxos als Hauptstadt. Die Bewohner erhalten in dieser neue Kolonialgesellschaft ihre Gewohnheiten, die von den regeln der Byzantion ausgingen, und sie entwickeln sich in kombination zu den neuen vom Westen angebrachten Institutionen, um das berühmte Gewohnheitsrecht der Insel zu schaffen. Nebenbei führen die Bewohner durch die kirchliche Tradition die Byzantion weiter.

In 1536-66 fängt die Periode der Türkenherrschaft an. Die Türken haben sich aber nicht auf der Insel niedergelassen, nur weinige von ihnen: ihr einzelnes Interesse war die Steuereinziehung. Die lateinische Herrschaft aber dauert bis die Revolution in 1821.

Eine Kultur auf eine andere. Jede neue Kultur versucht auf die andere zu herrschen, indem sie die vorhergehende stürzt, und sie benutzt ihre Materialien, leiht ihre Elemente aus, nimmt Mentalitäten an. Und auf diese Weise existiert jede Kultur bis heute. Naxos ist ein greifbares Beispiel.

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